Freitag, 3. Juli 2015

Steampunk - Shooting mit available light

Mein letztes Shooting  war zum Thema Steampunk mit einem Model als Pirat kostümiert.
Die Location war ein alter Bahnhof in Frankreich und bei einem Lockschuppen bei dem alte Locks und Wagons standen.
Das Shooting ging von 17 bis 19 Uhr.
Es hatte vorher und danach geregnet.
Der Himmel war grau bewölkt aber es war ziemlich hell. Durch den Regen war die Luft klar und sauber, also die besten Vorraussetzungen für ein Shooting mit available light ( vorhandenes Licht)

Ausrüstung:
Nikon D700 mit Nikon 85/1,4 und
Nikon D90 mit Sigma Art 35/1,4

Meistens wurde Blende 1,8 bis 2,2 benutzt um den Hintergrund unscharf zu bekommen.
Am Anfang war es noch sehr hell und ich kam auf Belichtungszeiten von 1/2500sec  gegen Ende des Shootings lagen sie bei 1/250sec.
Trotz bewölktem Himmel gab es doch immer eine Richtung aus der das Licht am hellsten war. Daher habe ich versucht das Licht immer hinter der Kamera zu haben.

Fotografiert wurde im Modus "A" mit Spottmessung auf die Augen. Je nach Licht habe ich mit der Belichtungskorrektur etwas nachgeregelt. 0 bis -0,7

Ich hatte Blitze und einen Sunbounce Reflektor dabei habe sie aber nicht gebraucht. Selbst unter einem großen Vordach war noch genügend Licht vorhanden.
Vorteil bei diesem bewölktem Himmel ist das diffuse Licht bei dem es so gut wie keine Schatten gibt.
Ich habe schon einmal ein Shooting bei bewölktem Himmel ohne Hilfsmittel gemacht. Nach dem Regen waren dies Mal die Ergebnisse noch besser da die Luft sauber war.

Hier noch ein paar Beispielbilder:

Bilder am alten Bahnhof


ISO 200   85mm  F/1,8   1/2500 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/800 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/800 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/1600 sec

Bilder am Lockschuppen:


ISO 200   85mm  F/1,8   1/320 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/160 sec


 ISO 200   85mm  F/3,2   1/250 sec


ISO 200   85mm  F/3,2   1/160 sec



ISO 200   85mm  F/2   1/160 sec


ISO 200   35mm  F/2   1/160 sec


Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden und werde in Zukunft wohl öfters mit vorhandenem Licht arbeiten. Man muß halt nur Glück mit dem Wetter haben.

Danke für´s Reinschauen. Kommentare und Tips sind wie immer willkommen.

LG Thomas

Sonntag, 7. Juni 2015

Fotos vom Neubau einer Zahnarzt-Praxis

Ich sollte den Neubau einer Zahnarzt-Praxis fotografieren.
Das heißt Bilder vom Rohbau und Bilder von der Fertigstellung.

Beim Rohbau war noch kein Licht vorhanden. So musste ich Tageslicht nutzen.
Ich habe daher Belichtungsreihen gemacht  -2 -1 0 +1 +1 mit der Nikon D700 und dem Nikon 14-24/2,8 .
Dazu nahm ich ein stabiles Stativ und einen Kabelauslöser.
Die Bilder habe ich dann mit HDR Efex Pro 2 von der NIK Filtersammlung zusammengesetzt. Die Bilder würden dann noch mit Lightroom bearbeitet.
Genutzt habe ich nur die Objektivkorrektur da doch ziemlich Verzeichnung bei Brennweite 14-24 enstanden sind.



2 Tage vor der Eröffnung habe ich dann noch mal Bilder gemacht.
Es war noch nicht alles ganz fertig und eigentlich wollte ich abends fotografieren um Kein Tageslicht in den Räumen zu haben.Das ging aber nicht da ich den Schlüssel wieder abgeben musste. So habe ich gegen 15 Uhr fotografiert mit Mischlicht. Ich werde noch mal abends reingehen wenn alles 100% fertig ist.

Diesmal habe ich die Nikon D90 und das Tamron 17-50/2,8 benutzt  da mir das 14-24 an VF doch zu sehr den Raum verzerrte.

Dazu wieder Stativ und Kabelauslöser. Belichtungsreihe -2  0 +2 bei -0,7 Belichtungskorrektur. Blende war 5,6. Bei einer Brennweite von 17 ist da von vorne bis hinten alles scharf.





So sah die Belichtungsreihe aus   normal  -2 Blenden  +2 Blenden


In Lightroom wurde nur der Weißabgleich angepasst.


dann wurden die 3 Bilder In HDR Efex Pro2 geladen


 Die Bearbeitung war ziemlich natürlich


Danach wurde das Bild in Photoshop Elements mit den Nik-Filtern Dfine 2 entrauscht und  mit  Sharpener Pro 3 geschärft.



 Das bläuliche Licht am Fenster kommt vom Unterschied Tageslicht Calvin 5300 und 
dem Kunstlicht Calvin 3400


Hier war nur Kunstlicht


Bis auf das Fenster nur Kunstlicht





Hier wieder Mischlicht Flur Kunstlicht durch dir Tür Tageslicht

Ich werde noch mal nachts mit Kunstlicht HDR´s machen. Dann gibt es die Probleme mit dem Mischlicht nicht.
Danke für´s Reinschauen. Kritik und Kommentare sind wie immer willkommen.

LG Thomas


Sonntag, 10. Mai 2015

Laborfrösche fotografieren.

Ich hatte die Aufgabe für ein Institut der Universität Frösche zu fotografieren.
Die Frösche (Xenopus Levis auch Apothekerfrösche genannt) sind normalerweise in Wasserbecken und leben dort meistens im oder unter Wasser.
Da ich die Frösche nicht im Wasserbecken fotografieren konnte habe ich mein Becken von der Tropfenfotografie genommen- Das Becken habe ich mit Sand uns etwas Wassergefüllt damit die Frösche sich wohl fühlten.
Da die Frösche naß sind habe ich meinr Plexiglasplatten verwendet um Lichtreflexe zu minimieren.
Die Plexiglasplatten waren auf der Innenseite zusätzlich mit Butterbrotpapier beklebt damit vom Plexiglas innen keine Reflexe entstehen.
Die Bitze rechts und links standen auf 1/16 Leistung der Blitz von hinten mit Farbfolie stand auf 1/4 Leistung.Ausgelöst wurden die Blitze per Funkauslöser.
Zum richtigen Ausleuchten habe ich eine weiße Plüschmaus genommen. 

Kamera 1: Olympus OM-D E-M5 mit Olympus 45/1,8
Kamera 2: Nikon D700 mit Nikon Micro 105/2,8 VR
Einstellungen bei beiden Kameras  F/14  1/160 sec  bei ISO 200

Da die Frösche sich doch schnell bewegten habe ich dann auf das Stativ verzichtet.
Wir habe 2 Frösche nacheinander genommen damit die Frösche nicht zu lange aus ihrer gewöhnten Umgebung waren. Pro Frosch wurde etwa 10 Minuten fotografiert.



Das Becken mit Plexiglas uns Blitzten


Die Plüschmaus zum Ausleuchten und testen der Tiefenschärfe



Mit blauer Folie auf dem hinteren Blitz
Olympus mit 45/1,8


Mit orangener Folie auf dem hintern Blitz
Olympus mit 45/1,8


Nikon D700 mit Nikorn Micro 105/2,8 VR


Mit den Ergebnissen bin ich ganz zufrieden. Ich hatte die Befürchtung das es mehr Lichtreflexe gibt da die Frösche naß waren. Sie haben sich auch wohl gefühlt und sind dann sehr ruhig geworden nachdem sie sich an das Becken und die Blitze gewohnt hatten.

Danke für´s reimschauen. Tips und Kommentare sind wie immer willkommen.

LG Thomas


Montag, 30. März 2015

Dinge die ins Wasser fallen.

Ich habe mal wieder Splash Bilder gemacht und möchte hier meine Vorgehensweise zeigen.
Vorraussetzung für solche Highspeed Bilder ist die Blitz-Abbrennzeit. Die ist bei Systemblitzen viel kürzer als bei üblichen Studioblitzen. Es gibt zwar auch Studioblitze die sehr kurze Abbrennzeiten haben (so um die 1/6000 sec) diese sind aber viel teurer wie die üblichen Studioblitze.
Systemblitze haben bei geringster Leistung Abrennzeiten von bis zu 1/30000 sec.
Ich nutze die Systemblitze zwischen 1/64 bis zu 1/32 Leistung. Da ist die Abbrennzeit noch kurz genug um Tropfen oder fallende Gegenstände scharf abzubilden.

Ausrüstung:
Kamera: Olympus OM-D E-M5
Objektiv: Olympus 45/1,8   ( ist bei Cropfaktor 2 der Kamera etwa 90 mm an Vollformat)
Blitze: Nikon SB 800,  Metz 54 MZ-4  , Yongnuo  YN 560 III
Funkauslöser: 3x Phottix Atlas ( für Blitze )
Funkauslöser: Pixel Optilas  ( für Kamera )
Aquarium 40 x 25 x 25 cm ( könnte etwas höher sein )
Diffusoren  und Abschatter

Aufbau:


Becken als Tropfschutz. Bodenplatte schwarzer Kunststoff darauf das Aquarium.


Je ein Blitz rechts und links von seitlich vorn durch eine transparente Kunststoffplatte 2mm aus dem Baumarkt. Auf der Innenseite ist weißes Butterbrotpapier geklebt. an den Seiten des Aquariums sind schwarze Abschatter aus Kunststoffplatten mit 3 mm.


Hintergrund ist ein schräg aufgestellte 5 mm weiße transparente Plexiglasplatte


Zum scharf stellen stelle ich eine gefüllte Glasflache in die Mitte des Beckens.
Danach steht die Kamera auf manuellem Fokus.
Kamera auf M bei Blende 8 bis 11 bei 160sec und ISO 200.
Kamera wird per Funkauslöser per Hand ausgelöst. Der Funkauslöser auf der Kamera steuert die Blitze an.


In einer Hand hält man die Objekte die ins Wasser fallen sollen in der anderen Hand den Funkauslöser.



Nach ein paar Versuchen bekommt man das Timing zum Auslösen raus.


Nach jedem Splash reinige ich mit einem Scheibengummi die vordere und hintere Scheibe.


Wenn man das nicht sorgfältig macht gibt es Schlieren wie bei diesem Bild.


Bei schweren Objekten sollte man den Glasboden schützen z.B. mit Styropor oder Moosgummi.

Wie man sieht braucht man nicht viel Platz dafür. Bei dem Aufbau mit Becken und Kunststoffplatten werden auch die Blitze und der Boden geschützt.

Es geht natürlich jede andere Kamera. Ein lichtstarkes Objektiv oder ein Makro Objektiv ist von Vorteil. Die Brennweite sollte über 90 mm sein damit das Objektiv keine Spritzer abbekommt.


Danke für´s Reinschauen. Kommentare und Tips sind wie immer willkommen.

Bilder von mir gibt es hier:https://500px.com/thomastotz
Auf Facebook bin ich hier zu finden:https://www.facebook.com/ThTotzPhotography

LG Thomas








Dienstag, 17. Februar 2015

Badezimmer - Studio

Bisher habe ich Splash Aufnahmen immer in meinem Becken gemacht mit der ich Tropfenfotografie mache. Das war aber immer eine ziemliche Putzerei und Abdeckerei.
Deshalb bin ich diesmal ins Badezimmer gegangen und habe die Aufnahmen direkt über der Badewanne gemacht.



Als Hintergrund habe ich eine weiße Kunststoffplatte mit Gaffertape an den Fliesen befestigt. Auf die Badewanne habe ich ein Platte gelegt und um die Höhe auszugleichen eine Salatschüssel daraufgestellt und darauf dann eine weiße Plexiglasplatte. 


Von links und rechts habe ich 2 Systemblitze in Richtung Hintergrund aufgestellt. Um extreme Blitzreflexe zu vermeiden habe ich weißes Butterbrotpapier vor den Blitzen befestigt.
Die Blitze wurden per Funk ausgelöst.


Die Blitzleistung war auf 1/32 Leistung gestellt um die Tropfen durch die kurze Abbrennzeit der Blitze einzufrieren. Die Kamera war eine Olympus OM-D E-M5 mit dem Olympusobjektiv 45/1,8 .
ISO 200  1/160 sec  Blende 8 bis 9


Zum Fokussieren habe ich auf den Rand des Glases scharf gestellt und den Fokus auf manuell gestellt.


Hier habe ich Acrylglas-Eiswürfel benutzt.


Da die Eiswürfel alle gleich aussehen habe ich einige davon aufgesägt und dann im Backofen bei 200 Grad gebacken. Dadurch sind die Schnittkanten wieder klar geworden.


Dann habe ich noch diese Tropfenaufnahmen gemacht. Dafür habe ich einen Infusionsflaschenhalter an einer Duschvorhangstange befestigt. Gefüllt habe ich eine Flasche mit eingefärbtem Wasser ( Lebensmittelfarbe ) Ich habe dann den Kunststoffverschluss abgeschaubt und die Flüssigkeit rauslaufen lassen. Dabei habe ich mit dem Funkauslöser die Kamera ausgelöst.
Zum Fokussieren habe ich an der Duschvorhangstange eine Kette runter hängen lassen.




Die Tropfen habe ich samt Flaschenhals freigestellt und als PNG gespeichert um sie in andere Bilder ohne Hintergrund einfügen zu können.








Hier noch Beispiele wie man die Tropfe dann einfügen kann.






Der Vorteil dieser Bilder über der Badewanne zu machen ist, dass man keine Sauerei hat und Farbreste sofort abduschen kann. Das Raumlicht sollte nur so hell sein das ohne Blitz das Bild schwarz bleibt.

Danke für´s rein schauen. Kommentare und Anregungen sind willkommen.

LG Thomas

Donnerstag, 5. Februar 2015

Schneeflocken fotografieren

Ich möchte hier mal zeigen wie ich Schneeflocken fotografiere. Ist eigentlich sehr einfach.
Benötigt wird nur eine Kamera und ein Blitz. Stativ braucht man nicht da die Belichtungszeit eigentlich egal ist. Ein lichtstarkes Objektiv wäre gut muss aber nicht unbedingt sein.
Wichtig ist das die Blitzleistung des Systemblitzes mit wenig Leistung betrieben wird. Am besten mit Blitzleistung 1/64 bis 1/32. Da ist die Abbrennzeit bei 1/10.000 sec oder kürzer. Damit wird die Bewegung der Flocken eingefroren. Nimmt man stärke Blitzleistung wird die Abbrennzeit länger und die Flocken werden zu Strichen.
Ich habe dafür meine Drittkamera genommen da sie wasserdicht und sehr leicht ist.
Olympus OM-D E-M5 mit Olympus 45/1,8. Durch den Crop von 2 entspricht das einem 90 mm Objektiv.
Systemblitz war ein Yongnuo YN560 III direkt auf der Kamera und auf manuell gestellt.
Die Kamera stand auf "M " mit ISO 400  bei Blende 5,6 bis 7.1 und eine Belichtungszeit von 1/160 sec ( die ich immer für Aufnahmen mit dem Systemblitz nutze.)
Die Kamera hab ich in der Wohnung scharf gestellt auf Objekte von 1 bis 5 Meter Entfernung und dann auf manuellen Fokus umgestellt.
Durch die verschieden Abstände bekommt man verschiedene Bereiche wo die Flocken dann scharf sind. Eher näher oder weiter weg.

Ich stand dabei auf dem Balkon um nicht ganz so nass zu werden.

Wichtig ist das man beim Blitzen nichts helles in der Nähe hat das den Blitz reflektiert oder Straßenbeleuchtung die man im Bild erkennen kann.

Da gegenüber ein Haus mit weißer Fassade stand habe ich in Richtung Himmel fotografiert.

Man muss darauf achten, dass das Bild wirklich schwarz ist und nur die Flocken zu erkennen sind damit man die Bilder in Photoshop mit dem Ebenen-Modus  " negativ multiplizieren" als Überlagerung einfügen kann. Dabei wird nur das sichtbar was nicht schwarz ist.

In Photoshop kann man die eingefügten Flocken dann noch Bearbeiten.
Größter, kleiner machen oder auch Drehen.
Man kann die Farbe ändern z.B. in Richtung hellblau.
Man kann sie weicher machen oder mit dem Filter Bewegungsunschärfe in eine Richtung bringen.

Mit einer Maske kann man bestimmte Bereiche ausblenden wo man keine Flocken mag.






Ist eigentlich sehr einfach. Dachte aber ich schreibe das hier mal weil nicht jeder so oft die Möglichkeit hat bei Schnee zu fotografieren und dann schon wissen sollte was er wie einstellen sollte.

Danke für´s Reinschauen. Kommentare und eigene Erfahrungen sin wie immer willkommen.

LG Thomas