Samstag, 20. Februar 2016

Öl in Wasser & Wassertropfen

Ich möchte hier mal zeigen wie ich Öl in Wasser und Wassertropfen fotografiere.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten wie man das aufbaut. Es geht mit Blitzen oder Glühbirnen.
Beim Blitzen ist der Vorteil das man nicht warten muss bis sich das Öl im Wasser beruhigt hat. 
Man hat mit Blitz auch die Möglichkeit die Blende mehr zu schließen um mehr Tiefenschärfe zu bekommen.
Die Stärke des Blitzes richtet sich nach der Helligkeit der Objekte unter dem Glas und der Blende.
Die Aufnahmen sind entstanden mit der 
Nikon D700 plus Nikon Micro 105/2,8 VR
und mit der 
Olympus OM-D E-M5 plus Olympus 54/1,8

Zum Blitzen hatte ich einen Systemblitz mit Funkauslöser ausgelöst.

Öl in Wasser



Hier der Aufbau für die Öl in Wasser Aufnahmen. Der Blitz ist dabei auf das farbige Papier ausgerichtet.


Das Wasser war in einer Glasschüssel in die ich dann Speiseöl getropft habe.
Durch umrühren entstehen immer andere Tropfen im Wasser.


Ich habe dazu abgekochtes Wasser genommen. Man kann auch destilliertes Wasser nehmen.
Sollte halt klar sein.


Hier mit farbigem Papier unter dem Glas
45mm     ƒ/6.3   1/160s    ISO 200


Das war eine Kunststofffolie mit Streifen darunter die Tischplatte aus Holz.
45mm     ƒ/6.3   1/160s    ISO 200


Hier war es ein farbiges Bild
45mm     ƒ/6.3   1/160s    ISO 200


und hier ein Portraitbild.

45mm   ƒ/7.1   1/125s   ISO 200


Der Abstand der Bilder zur Wasseroberfläche sollte nicht zu klein sein damit die Folien oder Bilder nicht zu scharf erscheinen.

Wassertropfen




Hier der Aufbau für die Wassertropfen. 
Hier habe ich das Makroobjektiv genommen um näher ran zu kommen.


Hie eine Aufnahme mit Led Licht von einer Arbeitslampe



und hier mit Systemblitz



unter der Glasplatte standen farbige Farbdöschen
 105mm   ƒ/20   1/160s   ISO 200


hier eine Pepsi Cola Dose
 105mm   ƒ/20   1/160s   ISO 200


105mm  ƒ/3,3   1/160s    ISO 200


Hier war eine Yoghurtdose darunter
 105mm   ƒ/20   1/160s   ISO 200


Im Wasser war ca. 30 % Glycerin
Das Kunststoff Schälchen ergab schönere Tropfen als direkt auf der Glasplatte.


Danke für´s Reinschauen. Fragen und Kommentare sin immer willkommen.

LG Thomas











Dienstag, 5. Januar 2016

Fotohintergrund selber machen.

Ich wollte schon seit langen einen marmorierten Hintergrund haben. Das was ich  gefunden habe war entweder sehr teuer oder doch nicht so ganz das was ich mir vorstellte. Es gab interessante Motivhintergründe bei ebay oder Amazon. Ich hatte aber bedenken bei der Materialart und den Lieferzeiten von 1 bis 2 Monaten ( aus China). Manche waren so dünn das man die Falten so gut wie nie wieder rausbekommt und das Material zum Bügeln nicht geeignet war.
Daher beschloss ich mir die Hintergründe selber zu machen.

Benötigt habe ich :
Baumwolle - Hintergrundstoff fertig genäht, mit Tunnel für die Stange.
Ich nahm 3x6 Meter. 3x5 Meter hätte aber auch gereicht.
Textilfarbe in verschiedenen Farben.
Fixiersalz bzw Essig.
flache Kunststoffwanne. (Mörtelkübel)
Holzstab
Wasserkocher
große Waschmaschine
Gummihandschuhe.

Zuerst wird der Stoff in der Waschmaschine gewaschen. Da reicht ein Programm von 15 Minuten und 30 Grad.
In der Zwischenzeit hab ich die Farben vorbereitet.
Die Hauptfarbe kam mit dem Salz in den Kunststoffbehälter der in der Badewanne stand. Mit der Brause und heißem Wasser wurde die Farbe angerührt.
Mit 60 Grad heißem Wasser und Essig wurden die Farben zum Effekte setzen angerührt.
Ich habe dafür schwarz und braun genommen.
Diese Farben kamen in eine Pumpflasche, zum Aufsprühen auf den Stoff.

Den gewaschenen und feuchten Stoff habe ich in der Badewanne ausgebreitet und mit schwarzen und Braunen Flecken besprüht. Dabei habe ich den Stoff hin und her bewegt damit die ganze Fläche was abbekam.
Danach kam der ganze Stoff in die Kunststoffwanne eng zusammengedrückt. Die Farbe in der Wanne habe ich mit heißem Wasser aufgefüllt bis der ganze Stoff mit Farbe bedeckt wurde.
Dabei habe ich den Holzstab genommen um den Stoff in die Farbe zu drücken. Dort lag er dann ca. 1 Stunde. Zwischendurch habe ich den Stoff der über die Flüssigkeit herausragte immer wieder runtergedrückt. Wichtig ist dabei das der Stoff ein Klumpen bleibt. damit nicht der ganze Stoff gleichmässig gefärbt wird.

Dann habe ich den Stoff in der Badewanne grob mit der Dusche von der Farbe befreit und den Stoff bei 30 Grad mit Waschmittel in der Waschmaschine gewaschen.

Nach dem Schleudern war er schon ziemlich trocken. Ich habe ihn dann über Nacht trocknen lassen.

Dann würde er aufgehängt und ein paar zu helle Stellen hab ich dann noch mit der Sprühfäsche nachgefärbt. Nachdem er 1 Tag gehangen hat waren die Falten fast weg.

Wichtig ist das man den Stoff nicht zusammenfaltet um gleichmässige Falten zu vermeiden.
Besser ist es ihn zusammen zu knüllen. Dann wirkt er natürlicher,
Wenn man Falten entfernen will macht man den Stoff mit eine Spühplasche feucht und läßt ihn einen Tag lang hängen. Gut geht dabei auch ein Garten Sprühpumpe zu Befeuchten.
















Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Werde demnächst noch andere Farben und auch hellere Hintergründe machen.

PS. Die meiste Arbeit bestand darin die Badewanne wieder sauber zu bekommen.


Vielen Dank für´s reinschauen.

LG Thomas






Sonntag, 22. November 2015

Skater Shooting im November mit natürlichem Licht.

Eigentlich war das Skater-Shooting früher geplant wurde aber mehrmals verschoben.
Dann klappte es doch noch in der 2. Novemberwoche.
Wir hatten Glück, die Sonne strahlte und recht mild war es auch noch.
Ich hatte Blitze im Auto dabei habe ich dann aber doch entschlossen ohne Blitz oder Reflektoren zu fotografieren.
Ich habe meine Nikon D700 mit dem Nikon 85/1,4 und dem Nikon 70-200/2,8 VRII benutzt.

Die Bilder mit dem 85/1,4 habe ich bei Blende 1,8 bis 2,2 gemacht bei mindestens 1/125 sec.
Mein 70-200/2,8  hatte ich auf Blende 3,5 bei mindestens 1/200sec.

Dazu Modus A mit Spottmessung. 
Für Modus M war mir das Licht zu unterschiedlich und hat sich je nach Wolken permanent verändert.

Die Belichtungskorrektur hatte zwischen - 0,7 und + 0,7 je nach Lichtsituation.

Bei Tageslicht habe ich immer eine Displaylupe dabei. Da kann ich auch bei Sonnenschein die Bilder gut beurteilen und entsprechend die Belichtungskorrektur einstellen.



85.0 mm f/1.4
85mm
/
ƒ/2
/
1/400s
/
ISO 200


85.0 mm f/1.4
85mm
/
ƒ/1.8
/
1/200s
/
ISO 200


85.0 mm f/1.4
85mm
/
ƒ/1.8
/
1/320s
/
ISO 200


85.0 mm f/1.4
85mm
/
ƒ/1.8
/
1/500s
/
ISO 200


70.0-200.0 mm f/2.8
200mm
/
ƒ/2.8
/
1/160s
/
ISO 800


70.0-200.0 mm f/2.8
135mm
/
ƒ/3.5
/
1/320s
/
ISO 200

Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden.
Danke auch an das tolle Posing von Model Eva
War witzig wie die Leute in der Unterführung geschaut haben. Die meisten hatten schon Herbstkleidung an.

Danke für´s reinschauen

LG Thomas


Dienstag, 6. Oktober 2015

Im Zirkus fotografieren.

Vor kurzem war bei und der Circus Charles Knie. Beim fotografieren des Circus habe ich einen Mitarbeiter kennengelernt und bekam dadurch die Gelegenheit die Vorstellung zu fotografieren. Ich war erst etwas skeptisch da meistens im Circus LED Licht verwendet wird was auch der Fall war und das fotografieren bei bestimmten Lichtstimmungen ( blau, rot , violett so gut wie unmöglich machte. Zum Glück gab es aber zusätzlich noch einen großen weißen Spot sodass teilweise brauchbares Licht war.
Da ich erst kurz vor der Pause kam hatte ich keinen Sitzplatz da die Vorstellung ausverkauft war und musste vom Eingang aus fotografieren wodurch immer wieder mal Köpfe der Zuschauer im Weg waren.

Fotografiert habe ich mit der Nikon D700 (Vollformat) und dem Nikon 70-200/2,8 VR II
Da das Licht sich dauernd änderte habe ich im Modus M fotografiert.
ISO stand auf 800 bis 1000
Blende 3,5 bis 4,5
Belichtungszeit 1/500 sec um die schnellen Bewegung einzufrieren. Das war hart an der Grenze bei rasanten Vorführungen wie z.B. den Skatern aber noch brauchbar.
Korrekturen bei verschiedenen Helligkeiten habe ich mit Blende und ISO ausgeglichen.

Diese Kameraeinstellungen machen aber nur Sinn wenn der Circus eine gute Lichtanlage hat.


Das ist ein HDR das  ich 2 Tage davor gemacht habe.




Hier hat 1/500 sec ausgereicht 


Hier war es mit Brennweite 70 schon zu knapp


Bei den Skatern war es mit 1/500sec schon grenzwertig


 1/1000 sec wäre hier sicherlich besser gewesen








Hier sieht man gut wie das LED Licht das Bild kaputt macht. Ohne den
 weißen Spott wäre da nicht viel zu erkennen.








Ich habe vor Jahren schon mal eine Vorstellung fotografiert. Damals mit einer Nikon D90 und dem Tamron 17-50/2,8. Mit längerer Brennweite kann man  zwar nur Ausschnitte fotografieren die Ergebnisse finde ich aber interessanter.


Danke für´s reinschauen. Kommentare und Tips sind immer willkommen.
LG Thomas

Samstag, 15. August 2015

DIY Kamera-Slyder mit Motorsteuerung für unter 250.-€


Hier gibt es ein kurzes Video von meinem selber gebauten Kamera Slyder.




Planung:

Der Slyder sollte möglichst leicht und gut zum transportieren sein.
Er sollte für Video und Timelaps nutzbar sein.
Er sollte auch ohne Stativ benutzt werden können.
Der Kamera sollte auch ohne Motor bewegt werden können.
Keine zusätzlichen Kabel ausser dem Anschlusskabel.
Platz für den Timelaps-Timer in der Nähe der Kamera.
Steuerung rechts/links Lauf. Drehzahlregelung und Intervall Schaltung.
Keine Steuerung direkt am Slyder um Verwickelungen auszuschließen.

Ausführung:


Ich habe versucht den Slyder so transportabel wie möglich zu machen. Daher nur die Schienenlänge von 80 cm, mit den Haltern für Motor und Zahnrad hat es eine Länge von 93 cm und passt somit in eine Lichtstativtasche.


Der Platz unter dem Kugelkopf war mir wichtig für den Timelaps-Timer.Dadurch sind keine Kabel die stören können. Deshalb habe ich auch auf Endschalter an der Schiene Verzichtet.


Die Montage des Motors von oben war mir wichtig damit ich den Slyder auch direkt auf den Boden stellen kann.


Der Motor wird mit einem Kabel an die externe Steuerung angeschlossen. Daher ist ein Wackeln am Slyder durch die Bedienung ausgeschlossen.


Die Verbindungs und Montageplatten sind sehr stabil, damit man den Zahnriemen gut spannen kann.
Die Platte an dem der Zahnriemen bestiegt ist hat ein kurzes Langloch.


Die Material-Liste in der Reihenfolge wie ich den Slyder gebaut habe


Der Schaltplan der Steuerung

Anders als beim Schaltplan habe ich den Intervall-Timer nicht direkt angeschlossen
sondern mit einem Kabel zum Stecken verbunden. So habe ich die Möglichkeit nur den Drehzahlregler zu nutzen ohne den Timer zu verstellen zu müssen.
Wenn ich beides nutzen will stecke ich einfach um.

Gehäuse aus Dibond und Holzleisten weiß lackiert





Auf das Gehäuse habe ich den Intervall-Timer in ein transparenten Gehäuse montiert da man an die 2 Podis mit dem Schraubenzieher die Pause und die Geschwindigkeit einstellen muß. Die rote LED zeigt an wenn das Relais geschlossen ist und Strom fließt.


Zum Aufstellen der Steuerung habe ich ein kleines Stativ genommen und einen Superclamp.




Werkzeuge:

Für das Alu und die Schichtstoffplatten habe ich zum Zuschnitt eine Kappsäge benutzt.
Zum Bohren eine Standbohmaschiene.
Gewindebohrer M3, M5 und M6
Akkuschrauber 
Lötkolben
Adernendhüsenzange
Automatikkörner
Entgrater
Nußkasten
Schraubenzieher
Schieblehre


Links:

dazu noch viel Zeit und Geduld. Am schlimmsten fand ich das Löten.


Danke für´s Reinschauen. Tips und Kommentare sind wie immer willkommen.

LG  Thomas




Freitag, 3. Juli 2015

Steampunk - Shooting mit available light

Mein letztes Shooting  war zum Thema Steampunk mit einem Model als Pirat kostümiert.
Die Location war ein alter Bahnhof in Frankreich und bei einem Lockschuppen bei dem alte Locks und Wagons standen.
Das Shooting ging von 17 bis 19 Uhr.
Es hatte vorher und danach geregnet.
Der Himmel war grau bewölkt aber es war ziemlich hell. Durch den Regen war die Luft klar und sauber, also die besten Vorraussetzungen für ein Shooting mit available light ( vorhandenes Licht)

Ausrüstung:
Nikon D700 mit Nikon 85/1,4 und
Nikon D90 mit Sigma Art 35/1,4

Meistens wurde Blende 1,8 bis 2,2 benutzt um den Hintergrund unscharf zu bekommen.
Am Anfang war es noch sehr hell und ich kam auf Belichtungszeiten von 1/2500sec  gegen Ende des Shootings lagen sie bei 1/250sec.
Trotz bewölktem Himmel gab es doch immer eine Richtung aus der das Licht am hellsten war. Daher habe ich versucht das Licht immer hinter der Kamera zu haben.

Fotografiert wurde im Modus "A" mit Spottmessung auf die Augen. Je nach Licht habe ich mit der Belichtungskorrektur etwas nachgeregelt. 0 bis -0,7

Ich hatte Blitze und einen Sunbounce Reflektor dabei habe sie aber nicht gebraucht. Selbst unter einem großen Vordach war noch genügend Licht vorhanden.
Vorteil bei diesem bewölktem Himmel ist das diffuse Licht bei dem es so gut wie keine Schatten gibt.
Ich habe schon einmal ein Shooting bei bewölktem Himmel ohne Hilfsmittel gemacht. Nach dem Regen waren dies Mal die Ergebnisse noch besser da die Luft sauber war.

Hier noch ein paar Beispielbilder:

Bilder am alten Bahnhof


ISO 200   85mm  F/1,8   1/2500 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/800 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/800 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/1600 sec

Bilder am Lockschuppen:


ISO 200   85mm  F/1,8   1/320 sec


ISO 200   85mm  F/1,8   1/160 sec


 ISO 200   85mm  F/3,2   1/250 sec


ISO 200   85mm  F/3,2   1/160 sec



ISO 200   85mm  F/2   1/160 sec


ISO 200   35mm  F/2   1/160 sec


Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden und werde in Zukunft wohl öfters mit vorhandenem Licht arbeiten. Man muß halt nur Glück mit dem Wetter haben.

Danke für´s Reinschauen. Kommentare und Tips sind wie immer willkommen.

LG Thomas